World Health Organization (WHO)

Avenue Appia 20

CH-1211 Geneva 27

Telefon: 0041-22-7912111

Fax: 0041-22-7913111

E-Mail: info@who.int

www.who.int

 

Eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen ist die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die naturgemäß viele Schnittstellen mit Themen rund um „Behinderung“, etwa zu Aids/HIV, hat. Eine dieser Schnittstellen ist die Definition dessen, was heutzutage unter „Behinderung“ überhaupt verstanden wird.

 

Die Kritik an der WHO-Definition von 1980

Im Jahr 1980 veröffentlichte die WHO die bekannte definitorische Dreiteilung von Behinderung in „Schädigung, Funktionsbeeinträchtigung und Handicap“. Diese Definition wurde von behinderten Menschen aber immer noch als zu medizinisch orientiert und zu einseitig auf die Fehlfunktion einer Person empfunden. In der Diskussion in Deutschland wurde dies mit dem Slogan „Behindert ist man nicht, behindert wird man!“ ausgedrückt.

 

Die ICF – ein neues Modell!?

Diese alte Einteilung der WHO wurde nun überarbeitet und im Mai 2001 als „ICF – International Classification of Functioning, Disability and Health“ von der Vollversammlung der WHO verabschiedet:

Auf Deutsch ist die korrekte Bezeichnung "Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit". In der neuen Fassung wird eine Dreiteilung zwar beibehalten, aber mit anderen Begriffen und Inhalten gefüllt: Zu Anfang steht die „Schädigung“, etwa eine Rückenmarkslähmung.

Danach folgen die beiden Dimensionen „Aktivitäten“ (nicht mehr laufen können) und die „Partizipation/ Teilhabe“, also die Frage der gesellschaftlichen Teilhabe. Diese beiden Dimensionen sind aber nicht mehr streng aufeinander folgend aufgebaut, sondern können, je nach Einzelfall stärkere oder geringere  Ausprägungen haben. Ein Beispiel: Für eine Klavierspielerin wird der Verlust eines Armes im Bereich „Teilhabe“ im Beruf größere Auswirkungen haben als für einen Büroboten. Mit der ICF soll die Wechselwirkung zwischen den Fähigkeiten einer Person und den Gegebenheiten der Umwelt dargestellt werden können – Behinderung

ist demnach keine „Eigenschaft“ einer Person, sondern das „Ergebnis“ eines Prozesses. Nach eigener Aussage versucht die ICF, das „medizinische Modell“ und das „soziale Modell“ zusammenzuführen.

 

www.who.int/disabilities/en/ WHO – Behinderung   www.who.int

Eigene Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!