Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird sich die Zahl behinderter Menschen bis zum Jahr 2035 verdoppeln. Es gibt dafür eine Menge Faktoren, die vor allem in den sogenannten „Entwicklungsländern“ eine Rolle spielen:

Mangelernährung /schlechte Wasserversorgung

Rund 852 Millionen Menschen sind unterernährt. Als Folge können Krankheiten wie Malaria,  Lungenentzündung und Masern entstehen, die chronisch werden, zu geistiger und/oder körperlicher Schädigung oder zum Tod führen. Jährlich sterben so sechs Millionen Kinder. Durch Vitaminmangel erblinden jedes Jahr etwa 500.000 Kinder. Unterernährung ist mit 20 Prozent die häufigste Ursache

für das Eintreten einer Behinderung.

 

Genitalverstümmelung Etwa 150 Millionen Frauen sind betroffen, lebenslange körperliche und psychische Schmerzen, Blutungen, Erhöhung des AIDS-Risikos sind die Folgen.

 

AIDS/HIV 40 Millionen Menschen leben mit einer HIV-Infektion. In den armen Ländern ist der Zugang zu AIDS-Medikamenten oft schwierig: in Afrika erhält nur eine/r von zehn, in Asien eine/r von sieben Betroffenen den Zugang zu solchen Medikamenten.

 

Mangelnder Impfschutz Etwa jedes vierte Baby weltweit erhält keinen ausreichenden Impfschutz. Etwa 27 Millionen Kleinkinder sind nicht gegen Diphterie, Tetanus oder Polio geimpft. So stieg die Zahl der Neuinfizierungen mit Kinderlähmung in den letzten Jahren deutlich an.

 

Naturkatastrophen, Arbeitsunfälle, bewaffnete Konflikte

Durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Wirbelstürme, Überschwemmungen werden jährlich viele tausende Menschen behindert. Ebenso durch schlechte Arbeitsbedingungen oder durch kriegerische Auseinandersetzungen. Genaue Zahlen liegen nicht vor. Nach Schätzungen der WHO sind diese Faktoren zu 16 Prozent die Ursache einer Behinderung.

 

Landminen Zwischen 80 und 120 Millionen Landminen sind in ungefähr 70 Ländern der Welt vergraben. Im Schnitt werden jeden Tag etwa 70 Personen durch Landminen verletzt, besonders Zivilisten, die meisten sind Frauen und Kinder. Derzeit wird die Zahl der überlebenden Minenopfer auf bis zu 400.00 geschätzt, die meisten davon müssen mit Amputationen leben.

 

Landmine Survivors Network

1420 K Street, NW, Suite 300

USA-Washington, DC 20005

Telefon: 001-202-464-0007

Fax: 001-202-464-0011

E-Mail: info@landminesurvivors.org

www.landminesurvivors.org  

 

All diese Fakten sind hinlänglich bekannt, es geschieht jedoch immer noch zu wenig, damit die 600 Millionen behinderten Frauen und Männer die gleiche Würde und die gleichen Rechte erhalten wie alle anderen Menschen auf der Welt.

 

Die globale Lage behinderter Menschen

www.who.int/topics/disabilities/en/  World Health Organization (WHO), Thema „Behinderung“ Englisch

 

www.worldbank.org/disability  Weltbank, Abteilung „Disability and Development“ Englisch

 

www.bezev.de Verein „Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit“

 

 

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